Samstag, 7. Juli 2012

Reise nach Guatemala


Nach dem wir also einen sehr schoenen ersten Tag in Guatemala City hatten, reisten wir Montag morgen nach dem leckeren Fruehstueck gemuetlich um 10Uhr nach Antigua ab. Antigua ist die alte Hauptstadt Guatemalas und stammt aus der Kolonialzeit. Die Stadt ist recht klein und ueberschaubar und man kann ohne Probleme alles zu Fuß erreichen. Nach unserer Ankunft suchten wir ersteinmal ein Hostel um unsere Rucksäcke abstellen zu können, doch hielten wir uns da nicht lange auf, da wir ja die Stadt besichtigen wollten. Bis in die Abenddämmerung besuchten wir Kirchen, bewunderten die kleinen Gassen die in der ganzen Stadt nur gepflastert sind und von wunderschönen bunten Kolonialhäusern ummauert sind. An jeder Ecke findet man Ruinen von ehemaligen Klöstern und Kirchen, uns wurde nicht langweilig diese anzusehen und auch dafuer Eintritt zu bezahlen, da es wirklich sehr interessant ist. Antigua wurde von UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet und ist wirklich eine Stadt, die man in seinem Leben mal gesehen haben sollte (wenn man die Möglichkeit dazu hat). Die Stadt liegt in einem Tal umgeben von mehreren Vulkanen und Bergen. Da das Straßennetz sehr geometrisch aufgebaut ist (quadratisch), kann man, wenn man ans Ende der Straße sieht, direkt auf die beeindruckenden Vulkane schauen. In jeder Straße findet man kleine Cafés und hübsche Restaurants in die man am alle liebsten eintreten will, da sie sehr einladent aussehen. Auf den bunten Märkten findet man viel Kunsthandwerk und wir konnten uns kaum zurückhalten nicht einfach schon unser ganzes Geld auszugeben!
Dienstag wollten wir um 12Uhr mit dem Bus weiterreisen. Um den Vormittag nutzen zu können, frühstückten wir um 8Uhr (im Preis der Überhnachtung inklusive) sehr reichhaltig und machten uns dann mit einem Tuk-Tuk (kleines dreirädriges Taxi das ich schon aus Thailand kenne) auf zu dem Aussichtispunkt Cerro de la Cruz, der in einem der Berge über Antigua gelegen ist. Die Aussicht war Atemberaubend! Man konnte die ganze Stadt überschauen mit all den Ruinen, Kirchen und Sträßchen. Zurück marschierten wir dann zu Fuß und besichtigten bei der Gelegenheit noch eine Kirche und verließen dann mittags das wunderschöne Städtchen.
Vier Stunden später kamen wir in Panajachel an, einem Ort am Lago de Atitlán. Dort hielten wir uns jedoch gar nicht auf, sondern fuhren direkt weiter mit dem Boot nach San Pedro La Laguna, einem kleinen Örtchen am anderen Ende des Sees. Schnell fanden wir eine Übernachtungsmöglichkeit für nur 5€ die Nacht. San Pedro hat die perfekte Mischung aus Tourismus und Tradition. Unten am See findet man zahlreiche Hotels, Restaurants und Souvenirshops -ganz nach dem Geschmack der vielen Touristen. Überwindet man sich aber die steile Straße nach oben zu folgen, kommt man in die Ortsmitte wo man nicht allzu viele Touristen antrifft und die Frauen fast alle in der traditionellen Kleidung herumlaufen.
Der nächste Tag begann für uns um 9Uhr. Nach einem kurzen Frühstück trafen wir uns mit einem Guía, schwangen uns auf Pferde und machten uns auf, auf einen 4stündige Reitausflug(für nur 10€!). Zwei Stunden lang ging es am See entlang, weitere zwei Stunden in die Berge hinauf. Wir hatten tolle Ausblicke auf den wunderschönen See von dem man sagt, er sei der schönste See der Welt! Eingebettet in ein Tal von Bergen und drei Vulkanen umgeben ist er tatsächlich sehr beeindruckend und man kann sich kaum satt sehen.
Nach dem Ausritt tat uns ungeübten Reiterinnen dann doch das ein oder andere Körperteil weh (bei der einen mehr, bei der anderen weniger ;) ) und so gönnten wir uns eine 50min Massage zum entspannen.

Der Donnerstag begann noch früher für uns. Um 8Uhr fuhren wir mit einem vorreservierten Bus nach Chichicastenango, einem kleinen Ort weiter im Norden, das für seinen riesigen Mercado de Artesania (Kunsthandwerksmarkt...komisches Wort, weiß die Übersetzung gerade nicht) bei den Touristen sehr beliebt ist. Dieser Markt, der Donnerstags und Sonntags geöffnet ist zählt als der größte Markt Mittelamerikas und ist wirklich sehr beeindruckend. Wir haben uns schon vorher überlegt, was wir alles kaufen wollen, doch als wir dann dort ankamen, waren wir ersteinmal überrumpelt und brauchten ewig uns zu entscheiden da die Auswahl der Waren einfach riesig ist! Man findet dort alles: Taschen in allen Formen, Farben und Größen, Schmuck, traditionelle guatemaltekische Kleidung, Hüte, Schals, Mäppchen, Teppiche,... und das alles in den buntesten Farben und Mustern! Schnell hatten wir auch das Verhandeln der Preise raus, wobei uns unser Spanisch immer sehr geholfen hat (und die Tatsache, dass wir Deutsche sind und Deutschland an diesem Tag gegen Italien gespielt hat -und dann leider verloren hat).
Nach vier Stunden shoppen, die wie im Fluge vorbei gingen, gings mit dem Bus wieder zurück nach San Pedro wo wir gegen 16Uhr ankamen und den Nachmittag mit lesen und ausruhen verbrachten. Der letzten Tag am See ließen wir sehr ruhig angehen. Ausschlafen, Frühstücken und dann mit dem Boot auf die andere Seite des Sees zum Ort San Marcos, wo es einen Aussichtspunkt gibt und eine sieben Meter hohe Plattform, von der man ins Wasser springen kann.

Samstag Mittag gings wieder Richtung Guatemala Stadt, wo wir wieder im Anfangshotel „Dos Lunas“ übernachteten. In der Übernachtung war der Flughafentransport inklusive und klappteauf prima. Sonntagmorgen pünktlich um 4:30Uhr standen wir am Schalter im Flughafen, bereit zurück nach Costa Rica zu fliegen. Doch leider wurden wir böse überrascht. Die Fluggesellschaft erlaubte uns nicht zu fliegen! Und das aus diesem Grund:

Besitzt man kein Visum für Costa Rica (wir haben keins), braucht man, um einreisen zu können den Nachweis, dass man innerhalb von 3 Monaten wieder ausreist. Da wir ja schon unser Rückflugticket nach Deutschland haben und das auch ausgedruckt dabei hatten, sind wir davon ausgegangen, das genügt und haben uns auch keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Doch Flop! Das Ticket zählt nicht als Nachweis, da wir ja von Nicaragua aus fliegen! Alles Erklären und Diskutieren, dass wir ja, um den Flug realisieren zu können, aus Costa Rica ausreisen MÜSSEN, nützte absolut nichts. Uns blieb also nichts anderes übrig als das Flugzeug ohne uns abfligen zu lassen und uns Bustickets kaufen zu gehen (Ticabus von Costa Rica nach Nicaragua am 10.8.). Natürlich -wie es das Glück so wollte- gab es für den gleichen Tag keine weiteren Flüge nach Costa Rica und so mussten wir einen weiteren Tag und Nacht in Guatemala bleiben um Montagmorgen um 4Uhr am Flughafen zu stehen, den Rückflug umbuchen (was uns 157Dollar gekostet hat, genausoviel wie das eigentliche Ticket für Hin-und Rückflug gekostet hat!!!) und letzten Endes in den Flieger zu steigen!

In der Wohnung angekommen waren wir einfach nur noch froh, heil angekommen zu sein und nach der ganzen Aufregung ins eigene Bett fallen zu können.

Trotz des ärgerlichen und teueren Rückflugs haben wir eine wirklich sehr schöne Woche in Guatemala verbracht und sind froh uns für dieses Land entschieden zu haben, denn es ist wirklich wunderschön! Wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, solltet ihr unbedingt dieses Land bereisen, es lohnt sich sehr!

Liebste Grüße!

PS.: Liebe Grüßle an Caros Mutter von Caro :-)

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