Montag, 22. August 2011

Wochenendtrip nach León

Der Vulkan Zero Negro

Wunderschöne Aussicht

Am Pazifik

Nachdem wir nun schon ganze 3 Tage „anstrengenden“ Sprachunterricht hatten (Mittwoch: Shoppingtour durch Estelí; Donnerstag: Ausflug zum nahe gelegenen Nationalpark Tisey; Freitag: endlich mal 4h Unterricht), erholten wir uns am Wochenende auf einem Trip in die schöne Stadt León. Nach dem Unterricht am Freitag fuhren wir mit einem der uralten Amibusse nach León. Da es die ganze Zeit stark regnete, war die Fahrt teilweise sehr abenteuerlich...zum Beispiel blieb der Bus einmal im Matsch stecken und rutschte beunruhigend hin und her (ein paar Meter daneben ging es steil bergab). In der Stadt angekommen mussten wir uns erst einmal um eine Unterkunft für die nächsten 2 Nächte kümmern. Nach dem fünften Telefonat fanden wir endlich ein Hostel das noch 5 Betten frei hatte, allerdings in einem Massenlager. Auf das Schlimmste gefasst fuhren wir zum Hostel....und konnten kaum unsern Augen trauen: für nur 7 Dollar/Nacht bekamen wir ein Luxushostel mit Pool, Internet, Kaffee und Tee inklusive! Besser hätte man sich es echt nicht vorstellen können! :-)

Da uns schon jetzt das Nationalgericht Gallo Pinto (Reis und Bohnen zu jeder Mahlzeit!) zum Hals raushängt, gönnten wir uns als Abendessen eine leckere Pizza! Samstag Morgen haben wir uns dann das schöne Städtchen angeschaut. Es ist zwar sehr touristisch, aber trotzdem sehr schön, da es hier sogar richtige Häuser gibt, mit richtigem Dach und so! (In Estelí haben die Häuser Wellblechdächer) Das einzige was uns gestört hat, war die Hitze! Schon morgens um 7 Uhr hat es gefühlte 40Grad. Um 14Uhr gings dann auf zum Highlight des Wochenendes: Sandboarding auf dem Vulkan Zero Negro! Schon der ca. einstündige Aufstieg war lohnenswert, da man eine super Aussicht auf die wunderschöne Landschaft hat! Oben angekommen wurden erst einmal viiiiele Fotos gemacht, bis unser Führer etwas genervt uns dazu drängte unsere Schutzkleidung anzuziehen. Und damit fing der Spaß schon an: immer mehr schaulustige Nicas (Nicaraguaner) sammelten sich um uns herum, um uns in unserer sehr lustig aussehenden Kleidung auszulachen. Begleitet von ca. 50 Schaulustigen näherten wir uns dann dem steilen Abhang(man fühlt sich da wie ein Tier im Zoo!). Die Abfahrt ging dann ziemlich schnell, keine Ahnung wie schnell wir waren, jedenfalls seeeehr schnell, so dass uns unten angekommen in jeder Ritze und Löchern (vorallem Nase und Ohren) schwarzer Sand hing und die Kleidung ziemlich zerissen war!

Am Sonntag fuhren wir dann mit dem Bus ans Pazifische Meer. Auch hier war die Busfahrt sehr abenteuerlich, da der Bus so vollgestopft war, dass man sich gar nicht mehr bewegen, nicht einmal einen Arm heben konnte. Der Strand war dann so heiß, dass man nicht darauf stehen konnte ohne Brandblasen zu bekommen und schwimmen konnte man auch nicht richtig. Nur bis zu den Knien rein, da der Sog einfach viel zu stark war und die Wellen sehr hoch! Auch wenn wir alle sonnengerötet und erschöpft (Sonnenstich?) waren, hat es sich gelohnt an den Strand zu fahren.
Das ganze Wochenende war wunderschön und erlebnisreich. So könnte es jedes Wochenende sein ;-)

Zwar ist es mit meiner Verdauung schlechter geworden, aber mein Spanisch wird mit jedem Tag besser. Endlich verstehe ich wenigstens ein bisschen was meine Gastmutter mir sagen will!
Komisch, dass ich erst seit einer Woche von daheim weg bin, mir kommt es schon wie eine halbe Ewigkeit vor.


5 Kommentare:

  1. Sau geil, Sandboarden auf einem Vulkan...

    PS: www.hostelbookers.com

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  2. Geht sandboarden wie snowboarden?
    Toll, dass ihr am Wochenende solche Touren unternehmt.
    Hast du mit der Gasttochter auch Kontakt oder siehst Du diese kaum. Was macht denn abends so dort ?
    Grüsse aus dem 34 Grad heissen Karlsruhr.
    Gruss
    Vatsch

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  3. Der Bildkommentar "Wunderschöne Aussicht" bezieht sich aber mehr auf Dich, als auf die nebelige Landschaft im Hintergrund, oder? Hehe...

    Alles Gute, wir schmelzen auch in Durlach
    Liebe Grüße
    Jochen

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  4. Hab jetzt auch den Link zu deinem Blog von Tine bekommen. Werde deine Abenteuer also mit Interesse verfolgen. Der anfang ist ja schonmal vielversprechend. Bzgl. Verdauung immer cool bleiben. Seid meinem Tansania Trip sehe ich das etwas relaxeder. Man gewöhnt sich an alles. Wünsche dir weiter alles Gute und tolle Erfahrungen.
    Gruß
    Stefan Gippi

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  5. Hallöchen,
    also mit der Gasttochter habe ich nicht so viel Kontakt, da sie nicht so häufig da ist. Aber ich kann mich ja sowieso noch nicht wirklich unterhalten...(was im moment irgendwie sehr frustrierend ist! ich will endlich sprechen können!!!)
    Abends treffen wir uns meistens mit den anderen Freiwilligen, wir trinken was oder chillen in irgendnem cafe.
    Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schön deutsche Pünktlichkeit ist!

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