Donnerstag, 22. Dezember 2011

Weihnachtsgruesse

Ich wuensche euch allen ein wunderschoenes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein neues, gesundes Jahr 2012!
Hier in Costa Rica merkt man endlich, dass die Regenzeit vorbei ist und der Sommer kommt. Seit einpaar Tagen ist es wieder richtig warm bis heiss und die Sonne strahlt. Das Leben hier ist fuer mich vollkommen zum Alltag geworden und doch gibt staendig Dinge, die mich wieder zum staunen bringen. Beispielsweise koennen Carolin und ich einfach nicht verstehen, warum es hier an allen Strassenstaenden einfach Wollmuetzen, Handschuhe und Schals zu kaufen gibt. Abends kuehlt es zwar schon ziemlich ab, aber Wollmuetzen? Neee...das ist uebertrieben.

Letztes Wochenende war das Finale der Fussballmeisterschaften von Costa Rica. Die Finalisten: Liga (= Alajuela) gegen Heredia (unser Nachbarort). Dazu muss man sagen, dass hier 98% der Alajuelensen Fussballfans sind. Jetzt koennt ihr euch vorstellen was hier auf den Strassen los war, als Alajuela beim Elfmeterschiessen mit einem Punkt mehr gewann! Wahnsinnsstimmung! Da wir ja ziemlich im Zentrum wohnen, konnten wir gar nicht als uns vom Jubel mitreisen zu lassen.

Mein Spanisch wird immer besser. Mittlerweile kann ich mich mehr oder weniger problemlos unterhalten. Das erleichter echt einiges. Die Arbeit macht so noch mehr Spass, da ich mich mit den Niñeras richtig untgerhalten kann und wir lachen viel zusammen. In dem neuen Gebaeude gibt es nun ein Spielezimmer, in dass ich so oft wie moeglich mit ein oder zwei Behinderten gehe und mich da dann mit ihnen beschaeftige. Das geht natuerlich nicht mit allen, aber die, mit denen ich spiele machen immer einen sehr gluecklichen Eindruck. Schade nur, dass nur wir Freiwilligen dort mit den Kindern spielen duerfen, den Niñeras wird es leider nicht gestattet...

Unfassbar, dass uebermorgen schon Weihnachten ist! Carolin und ich wurden bei Arbeitskollegen zum Abendessen eingeladen. Das freut uns natuerlich riesig, da wir so einen Einblick in die Costaricanische Kultur bekommen werden! Da es hier leider nur einen Weihnachtsfeiertag gibt (25.12.), werden wir Montag nochmal arbeiten und Dienstag gehts dann ab nach Nicaragua fuer 2 Wochen! Wir freuen uns schon sehr, die anderen Freiwilligen wieder zu sehen.

Ganz viele liebe Gruesse aus Alajuela!
Annika

Freitag, 2. Dezember 2011

Oh wie schoen ist Panama...

Grenzuebergang
Vergangenen Donnerstag hiess es Rucksack packen, Wertsachen am Koerper verstauen (!) und ab nach Panama! Erschoepft von der Arbeit der letzten Wochen haben Gwendolyn und ich uns riesig auf den 5-Tage-Urlaub gefreut. Nach ca.5h Fahrt wurde die Grenz-Bruecke zwischen Costa Rica und Panama zu Fuss ueberquert, ohne weiter Probleme. Auf der panamanischen Seite wurden wir dann allerdings gleich von Taxi- und Busfahren angesprochen, dass wir mit ihnen fahren sollen, da die letzte Faehre auf die Bocas del Toro Inseln um 18Uhr faehrt und wenn wir auf unsern eigentlichen Busfahrer warten (der musste sich um Grenzpapiere kuemmern), dann werden wir die Faehre verpassen....da es in der Tat sehr spaet schon war (Panama ist eine Stunde voraus), haben wir uns tatsaechlich dazu entschlossen, einen anderen Bus zu nehmen und haben dann gerade so noch das letzte Boot erwischt.

Freitag entspannten wir uns am Playa de la Estrella, der zwar enttaeuschent klein war, es aber riesengrosse Seesterne im flachen Wasser gab. Ich wuerde sie auf 20-40cm schaetzen! Echt beeindruckend!
Da man auf den Bocas leider nicht zu Fuss zu den schoenen Orten kommt, haben wir uns Samstags dazu entschlossen, eine Bootstour zu machen, die zwar etwas teuer war, sich aber auf jeden Fall gelohnt hat. Da das Meer etwas unruhig war, konnten wir an den schoensten Riffen leider nicht schnorcheln, dafuer schwammen direkt vor unserem Boot drei suesse Delfine! Ich wusste gar nicht, dass es dort welche gibt :D

Sonntags verbrachten wir den ganzen Tag an einem menschenleeren Traumstrand, entspannten uns so richtig und wurden schoen braun (oder auch rot) :-)
Am folgeden Tag gings dann wieder zurueck in die Heimat, nach Costa Rica, wo ich mich schon wirklich so richtig zu Hause fuehle!

In der Fundacion tut sich in letzter Zeit viel. Das ganze Gelaende wird eifrig aufgeraeumt, Waende werden gestrichen, Bilder aufgehaengt und alles wird ganz festlich geschmueckt. Das hat natuerlich auch einen Grund: Morgen findet eine riesige Feier dort statt anlaesslich der Einweihnug des neuen Gebaeudes. Eingeladen sind 500 Leute, es wird einen Gottesdienst geben und ein grosses Mittagessen fuer alle! Wir sind schon sehr gespannt wie das wird.

Mittlerweile fuehle ich mich in dem neuen Gebaeude auch richtig wohl. Die Kinder sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie am liebsten alle staendig knuddeln koennte! Vielleicht koennen wir morgen Fotos vom Gelaende machen, dann koennt ihr mal sehen wo ich arbeite :)

Viele Gruesse aus dem sommerlichen Costa Rica!

PS.: meine Motivation, einen ordentlichen Bericht zu schreiben, haelt sich zur Zeit leider stark in Grenzen, entschuldigt mich dafuer ;-) Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach eine Mail, da antworte ich in der Regel ausfuehrlicher drauf :)

Sonntag, 20. November 2011

Bilder

Da es fuer mich etwas schwieriger ist, Bilder hochzuladen, koennt ihr gerne auf der Seite von Julia Bilder anschauen. Einfach auf den Link klicken:

http://mipequenaaventura.blogspot.com/

bzw.

https://picasaweb.google.com/111712635095848021583

(alben nummer  8,11 und 12)

Anmerkung: Da ich nicht weiss, ob alle das schon rausgefunden haben...um alle meine Alben zu sehen, klickt auf das Bild bei "Diashow" und dann oben auf "Galerie von Annika". Dann muessten eigentlich die Alben erscheinen... :D

Liebe Gruesse, Annika

Donnerstag, 17. November 2011

Babyparty und Grosser Umzug ins neue Zuhause

Unsere herausragende Koechin in der Fundacion ist schwanger und wird uns deshalb bald verlassen. Anlaesslich dessen gab es diese Woche eine kleine Babyparty fuer Luz. Dienstag um 10uhr trafen sich (fast) alle Niñeras und Nonnen im grossen Comedor, wo die Nonnen schon liebevoll Tische mit kuchengefuellten Tellern, Saft und Kaffee vorbereitet haben. Die gleich doppelt schwangere Luz wurde von allen beglueckwunscht und sehr reichlich beschenkt. Jede Niñera ueberreichte ihr ein kleines Geschenk fuer die Babys. Nur wir deutschen haben es verrafft...haette man uns ja auch sagen koennen, dass man das hier so macht oder? :D

Der Tag darauf (Mittwoch) begann eigentlich ganz normal...Kinder auf Liege heben, baden, anziehen, Fruehstueck geben. Doch von einer Minute auf die andere aenderte sich alles: Hermana Patricia kam mit der (guten oder schlechten, wie mans sieht) Nachricht, dass wir noch am selben Tag in das neue Haus umziehen werden! Das war vielleicht eine Aufregung. Melissa, "meine Nonne" konnte sich gar nicht mehr beruhigen vor Freude und haette uns am liebsten alle umarmt. Bei uns Niñeras waren die Gefuehle eher gemischt...einerseits freuen wir uns sehr, dass wir in das neue, grosse und vorallem moderne Gebaeude duerfen, aber andererseits muessen wir jetzt unser kleines, familiaeres Haus verlassen. Dieser Tag bestand fuer mich dann eigentlich nur aus putzen, Sachen und Kinder ins andere Haus bringen und einrichten.

Heute war der 2. Tag im neuen Haus und ich bin nach einem 11-Stunden-Tag (minus Mittagspause) ziemlich erschoepft! Meine lieben Kinder wohnen jetzt im 2. Stockwerk des nagelneuen "Hospitals" und alles ist noch ein bisschen chaotisch, da niemand weiss, wo was zu finden ist.

Montag, 7. November 2011

"Von Annikas Reiseglueck" oder auch "Manuel Antonio"

Was? Schon wieder 2 Wochen vergangen?! Verrueckt...

Seit einer Woche ist hier eeeendlich wieder richtig schoenes Wetter: die Sonne strahlt, es ist richtig schoen warm bis heiss, es kommen wieder Sommergefuehle auf und die Fundacion ist weihnachtlich geschmueckt.
Da konnten wir natuerlich nicht anders, als endlich zum lang ersehnten Strand zu fahren.
Samstagmorgen fuhren Caro, Rike, Julia (andere Deutsche, die in Alajuela ist und aus Lahr kommt) und ich nach San José, um uns dort mit Gwendolyn am Bus zu treffen, der auch gleich losfuhr in Richtung Quepos. Die Busfahrt war recht entspannt...bis....Gwen und ich bemerkten, dass unser Gepaeck nicht mehr da war! Der Klassiker! Gwen hatte noch Glueck, da sie einen zweiten Rucksack mit allen ihren Wertsachen bei sich auf dem Schoss hatte und so "nur" Klamotten geklaut wurden. Doch ich, gutglaeubig wie ich bin, hab natuerlich meinen Rucksack (alles was ich dabei hatte) auf die Ablage ueber mir gemacht und - ohne dass es jemand von uns gemerkt hat - wurde er natuerlich geklaut. El clásico...mein letztes technisches Geraet(Mp3-Player) das ich noch besass ist jetzt auch geklaut worden. Ausserdem einiges Geld, 2 Bikinis, kurze Hosen, lange Hose, meine letzten nicht-stinkenden T-shirts, Schuhe, Kosmetiksachen und und und...
Zum Glueck hatte ich mein Handy nicht im Rucksack und hatte vergessen Ladekabel, Kamera und Hausschluessel mitzunehmen! Das waere eindeutig schlimmer gewesen!

Aber nach der ersten Schockminute musste ich eigentlich nur noch ueber mein Reisepech lachen...man wir einfach gelassener hier mit der Zeit. Aendern kann man ja doch nichts oder?
Ohne Gepaeck gings dann weiter in Richtung Manuel Antonio, wo wir einen schoenen Sonnenuntergang bewundern konnten.
Nach einem sehr leckeren Fruehstueck Sonntagmorgen gingen wir dann in den Parque National Manuel Antonio um die schoensten Straende Costa Ricas zu suchen. Und es wurde uns nicht zu viel versprochen! Traumhafte Buchten mit weissem Sand, Palmen, tuerkisenem Wasser, Wellen, Sonne, Regenwald der bis an den Strand geht, Affen die direkt ueber den Koepfen herumturnen, Faultiere die gechillt die Baeume hochklettern, Leguane die sich am Strand in der Sonne waermen, Waschbaeren, Ameisenbaeren, .... neidisch geworden? Zu Recht! ;-)

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Erste Bilder von der Wohnung

Unser "kleiner" Mitbewohner

Unser Kuehlschrank mit Gefrier(tem)fach

Wohnbereich mit neuem Sofa und noch nicht funktionierendem TV

Essbereich, wo Rike steht ist die Kueche
Bad
Hinter der Kueche ist der Waschbereich mit Waschmaschine!

Elias, Gwen, Caro, Ich, Cindy (bei uns auf der ueberdachten Dachterrasse)

Montag, 24. Oktober 2011

Puerto Limón, Cahuita und Pfannkuchenteig im Mixer

Holá!
Jetzt nehme ich mir mal wieder Zeit fuer einen Blogeintrag, denn es gibt wieder jede Menge zu berichten. Am besten fange ich mal bei meinem Wochenendtrip an:
Eigentlich hatten Caro, Gwendolyn und ich beschlossen, fuer ein verlaengertes Wochenende nach Uvita zu fahren, um dort im Parque Nacional Marino Ballena Wale zu beobachten. Wir hatten uns dafuer sogar extra 2 Tage frei gemacht. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Schon seit Anfang dieser Woche regnete es ununterbrochen und laut Nachrichten mussten schon einige Strassen gesperrt werden aufgrund des Regens. Also beschlossen wir kurzerhand die Ferientage wieder aufzuheben und ein andermal, nach der Regenzeit, diesen Kurzurlaub zu wiederholen.
Stattdessen beschlossen Gwen und ich an die Karibikkueste zu fahren, wo die Sonne scheinen soll. Also trafen wir uns samstags um 9Uhr am Busbahnhof von San José, von wo aus es dann mit einem sehr modernen Doppeldeckerbus auf einer 3h Fahrt nach Puerto Limón ging (wir hatten das Glueck, ganz vorne oben zu sitzen, von wo aus man die wunderschoene Landschaft Costa Ricas bewundern konnte). Da uns schon von vielen gesagt wurde, dass Limón ziemlich haesslich sein sollte, sahen wir die groesste Hafenstadt der Karibikkueste nur als Zwischenstopp an. Doch wir hatten Glueck: ein mal im Jahr findet in dieser Stadt eine Art Karneval statt aufgrund des Nationalfeiertags. Und dieser riesen Umzug mit Tanz, Musik, Akrobatik etc. fand genau an diesem Samstag statt! Also haben wir uns kurzerhand entschlossen dort zu verweilen. Und es hat sich (trotz des Regens) gelohnt:

Nach dem Umzug sind wir zu dem relativ nahe (1h Fahrt) gelegenen Cahuita gefahren. Obwohl es regnete und schon dunkel war, war ich gleich begeistert von dem Ort - oder kann man die paar Haeuser ueberhaupt Ort nennen? Da wir kein Hostel reserviert haben, hatten wir echt riesig Glueck, dass wir noch ein Zimmer bekommen haben. Denn aufgrund des Umzugs waren so ziemlich alle Hostels komlpett belegt. Die 15$ die wir dann jeder fuer das Zimmer gezahlt haben(sehr teuer!!!) haben sich aber wirklich gelohnt! Wenn man aus dem komfortablen Zimmer hinausgetreten ist auf den Balkon mit Haengematten, hatte man einen traumhaften Ausblick auf den keine 5m entfernten Atlantik! Nach einem uebelst-geil-leckeren Abendessen (anders kann man es nicht beschreiben!) haben wir noch leckere Cocktails getrunken und ein bisschen in einer Bar getanzt. (an dieser Stelle: mein Hueftschwung wird besser...)
Recht frueh sind wir Sonntagmorgen aufgestanden, haben lecker Schoko-Bananen Crepes gefruehstueckt und sind anschliessend zum nahe gelegenen Parque Nacional Cahuita gelaufen. Auch wenn der Strand nicht weiss war wie man sichs von der Karibik vorstellt, war er dennoch traumhaft! Auf einem kleinen Pfad durch den Wald, der direkt an den Strand grenzt, sind wir 2-3h gelaufen und haben allerlei Getier gesehen: Von einer Art Waschbaer ueber Schmetterlinge, Leguane, Fische bis hin zu Affen! Nur das ersehnte Faultier haben wir nicht gesehen :(
Wie man auf dem Bild sieht, war das Wetter nicht ganz so strahlend, dafuer war es richtig warm und immernoch besser als Regen! (in Alajuela hats das ganze Wochenende geregnet und war kalt!)
Bei Tag fand ich das Doerfchen Cahuita noch suesser als bei Nacht: Das winzige Surfer-Kiffer-Dorf bestand einfach nur aus ein paar Haeuser, vielen Hostels und Bars, einem kleinen Supermarkt und 2 Touristenshops.
Auch wenn der Ausflug nur kurz war, hat es sich doch sehr gelohnt!

Die Woche drauf kehrte ich wieder in den Alltag zurueck (mittlerweile kann ich das echt schon Alltag nennen): von 7-16uhr oder 9-18Uhr Arbeiten und dann in unsere tolle Wohnung zurueckkehren, leckeres Abendessen kochen, ins Fitnessstudio gehen (sollte ich eigentlich oefters machen...) oder lesen (gestern habe ich mein erstes Buch auf Spanisch angefangen! Bin selbst ganz erstaunt wie gut es geht, bin schon seite 25!). Dann komm ich an dieser Stelle kurz auf mein Spanisch zu sprechen. Es wird besser, koennte aber natuerlich besser sein. Aber ich kann mittlerweile, wenn ich so drueber nachdenke eigentlich schon fas alles sagen was ich will. Verstehen tu ich eigentlich auch ganz gut. Kommt halt drauf an, wer spricht. Ich habe festgestellt, dass ich Ticas (Costaricaner) viel besser verstehe als Nicas (Nicaraguaner). Das Problem ist halt, dass bis auf eine, alle niñeras Nicas sind...manchmal ist es schon frustrierend, wenn man einfach nicht versteht, was einem gesagt wird und dann auch noch ueber einen gelacht wird!

Seit Freitag haben wir jetzt sogar ein Sofa! Sehr gediegen! Das wurde am Wochenende auch gleichmal so richtig eingesessen/eingelegt. Gwendolyn kam ueber Nacht zu uns. Auch Cindy und Elias, die beiden Ticas die wir nun schon eine Weile kennen, haben bei uns uebernachtet. Zusammen haben wir einen sehr lustigen Abend/Nacht verbracht! Sonntags haben wir dann so richtig ausgiebig gefruehstueckt (um 13uhr...) Um nur einige Dinge davon aufzuzaehlen: Pfannkuchen (da wir kein Handruehrer oder Schneebesen haben wurde der teig im Mixer gemacht), maduros, queso frito, guacamole, baguette, frische Fruechte, frischer (geiler!) Kaese vom Markt..... (man sieht, ich nag hier nicht am Hungertuch, was man mir auch ansieht ;) )

Jetzt seit ihr mal wieder auf dem neusten Stand der Dinge :-)
Mittlerweile habe ich sogar unsere Adresse herausgefunden, habe sie schon einigen zugemailt. Freue mich sehr ueber Post :)

Saludos, Hanni

Dienstag, 11. Oktober 2011

Bilder

Beim putzen in der Mittagspause in der alten Wohnung

La Fortuna (Vulkan Arenal)

Baden im Rio Fortuna

Caro, ich und Rike

bei dieser super netten Familie haben wir genaechtigt (nein, ich habe keine Glatze sondern einen Zopf ;) )

im Thermalbad waren wir auch :)

Abends kam die kleine 3Jaehrige Kristyn und verwechselte mich mit ihrer Mama :) sehr suess :)

beeindruckender Vulkan, der noch aktiv ist und deshalb nicht bestiegen werden darf

Freitag, 7. Oktober 2011

Erste eigene Wohnung! :)

Juhuuu! Endlich sind  wir umgezogen! Was fuer ein tolles Gefuehl endlich eine feste Wohnung zu haben und vorallem endlich tun und lassen koennen was man will! Nicht mehr Abends um 19Uhr wieder da sein muessen...
Nachdem uns schon vor ueber eine Woche gesagt wurde, dass wir umziehen, sind wir gestern endlich in unser Heim im Zentrum von Alajuela eingezogen. (Die Wohnung, die ich beim letzten Eintrag erwaehnt habe)
Da es ja nur 2 Schlafzimmer gibt, haben wir uns geeinigt, dass Caro und Rike zusammen in dem groesseren Zimmer schlafen und ich in dem etwas kleineren (aber trotzdem noch recht gross).

Die Moebel haben wir alle von der Fundacion bekommen (Betten, Kueche, Geschirr und sogar Waschmaschine und Fernseher!!!). Ein paar Kleinigkeiten fehlen, aber das wird sich schnell vervollstaendigen.

Mir geht es nach wie vor praechtig hier. Die Arbeit macht total Spass, ich verstehe mich super mit den Niñeras und die Niños (Bewohner) habe ich schon richtig ins Herz geschlossen. Junior zum Beispiel bringt mich immer zum strahlen, wenn er nach der "Akika" (= Annika) ruft. Oder Carlos, der sich ueber alles halb totlacht! :-)
Seit dieser Woche wohnt jetzt auch Jorge bei uns, ein achtjaehriges Kind, das geistig voellig fit ist, leider aber eine Niereninsuffizienz hat und deshalb haeufig an das Dialysegeraet angeschlossen werden muss. Auch wenn es fuer mich noch sehr schwer ist, ihn zu verstehen(sprachlich), koennte ich stundenlang mit ihm ueber das Gelaende toben.

Uebers Wochenende werden wir nach La Fortuna fahren um Freunde von Rike zu besuchen.

Bis zum naechsten Blogeintrag!

Samstag, 24. September 2011

Die Zeit rast...

Hallo!
Endlich habe ich mal wieder die Zeit gefunden etwas zu schreiben.
Schon 2 Wochen bin ich jetzt in Costa Rica und habe auch schon zwei Arbeitswochen hinter mir. Einfach verrueckt, wie schnell die Zeit vergeht! Ich kann es kaum glauben, dass ich schon 1 1/2 Monate von daheim fort bin!
Ich erzaehle jetzt einfach direkt von meiner Arbeit...
Jeden Morgen um 6:30Uhr klingelt mein Wecker, ich stehe erstaunlich fit auf, wecke die anderen beiden - Caro und Rike - und fruehstuecke Cornflakes mit Bananen. Um 7Uhr  gehen wir dann mit unserer schicken blauen Arbeitskleidung in die kleine Kirche, die auf dem Gelaende von Manos Abiertas steht. Dort halten die Nonnen einen kurzen Gottesdienst.
  7:10Uhr: ich gehe zu meinem Arbeitsplatz. In dem Haus in dem ich arbeite leben 12 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen (sowohl Maenner als auch Frauen im Alter von 15-52 Jahre). Dann faengt auch gleich die Arbeit an: Zuerst werden die Bewohner geweckt, gebadet und angezogen, in den Rollstuhl gesetzt und ihnen das Fruehstueck gereicht.
9:30Uhr: Merienda (kleine Pause mit Zwischenmahlzeit wie z.b. Kekse, Gallo Pinto oder aehnliches).
9:40-12Uhr: Merienda fuer die Bewohner (Getraenke werden verteilt); Latze und Socken Waschen; Windeln wechseln; von Rollstuhl ins Bett legen oder andersrum;...
12-13Uhr: Mittagspause in der wir ein reichhaltiges, leckeres Mittagessen bekommen und dann meist ein bisschen geschlafen wird
13-15Uhr: Mittagessen geben; ins Bett legen, Windeln wechseln; Waesche waschen oder auch Medikamente richten! (verrueckt, dass ich das schon machen darf, aber ich freue mich immer, denn das macht mir total Spass!)
15Uhr: Merienda (meist Kekse und frisch gepresster Saft)
15-16Uhr: Umziehen, Trinken geben, etc.
16Uhr: Feierabend....eigne Waesche waschen, chillen,...
17Uhr: Abendessen

Wie man sieht, werde ich hier nicht verhungern! Wenn wir eine eigene Wohnung haben, werden wir uns auch etwas suchen, wo wir regelmaessig Sport machen. Das ist Momentan etwas schwierig, da wir ja im Gelaende von Manos Abiertas wohnen und der Torwaerter um 19uhr Feierabend hat und wir deshalb nicht laenger als 19uhr fortbleiben koennen...
A propos Wohnung...am Donnerstag haben wir uns mit Diego (ach so, Diego ist hier so ein Buerotyp, der hier viel managt und sehr nett ist) eine Wohnung angeschaut. Sie war zwar nicht die schoenste, aber wir waren dennoch begeistert. Wir haetten da 2 Schlafzimmer, ein sehr grosses Wohn-/Esszimmer, grosse Kueche und einen Waschbereich. Toll ist ausserdem, dass sie 5min vom Zentrum entfernt liegt  und in diesem Haus noch andere Familien wohnen, d.h. da Gefahr eines Einbruchs verringert sich (aber wir haben ja eh kein Laptop oder Kamera mehr was geklaut werden koennte ;) )
Wenn wir Glueck haben koennen wir schon naechste Woche da einziehen. Aber mal schaun ob das hinhaut...im Moment sind naemlich noch keine Moebel drin und bis die Fundacion die bringt...das kann dauern...

Ach ja, ich habe ja noch die Rike erwaehnt. Rike, dass ist eine weitere Deutsche, die vor einigen Jahren ihren Freiwilligendienst in Nicaragua gemacht hat. Jetzt wird sie fuer 3 Monate hier im Heim ein Praktikum als Physiotherapeutin machen und wird auch mit uns gemeinsam wohnen. Wir verstehen uns super und haben schon so mach lustige Abende zusammen verbracht :D

Gleich werden wir nach San Jose fahren und uns mit Gwendolyn treffen (ein Maedchen, dass ich aus der Schule kenne). Wie klein die Welt doch ist oder?

Viele Gruesse,
Canica

PS.: Mama, Papa, wolltet ihr vielleicht doch statt einem Maedchen einen Jungen als viertes Kind? Ich habe jetzt naemlich rausgefunden was mein Name bedeutet oder zumindest fast... hier nennen mich viele Canica...und neulich meinte einer, dass sich das anhoert wie canicas...dummerweise heisst canicas soviel wie Murmeln oder eben auch Hoden... :D

Sonntag, 11. September 2011

Costa Rica!

Hallo zusammen!

Endlich sind wir in Costa Rica angekommen! Die Busfahrt war zwar lange, aber problemlos. Von Diego wurden wir an der Bushaltestelle abgholt, was auch problemlos geklappt hat. Hier im Heim wurden wir gleich von allen total herzlich aufgenommen und wir haben uns vom ersten Moment an wohl gefuehlt!
Da bisher noch keine Wohnung fuer uns gefunden wurde, wohnen wir jetzt die erste Zeit hier im Heim, haben aber sogar eine eigne Wohnung. Das Beste ist, dass es hier nicht mehr so heiss ist! Das ist sooo angenehm!

Heute hatten wir noch frei, da sind wir dann in die Stadt gefahren und haben uns etwas umgeschaut. Nachmittags habe ich dann erstmal meine Waesche gewaschen (mit Hand!).
Morgen beginnt dann unser erster Arbeitstag, bin schon sehr gespannt!

Ich bin richtig gluecklich hier. Besser haette es wirklich nicht kommen koennen!

Freitag, 9. September 2011

Dumm gelaufen...

Gerade sind wir in Granada, einer eigentlich sehr schoenen Stadt am Nicaraguasee. Doch mein Eindruck hat sich gestern stark zum Negativen geaendert! Unser Zimmer im Hostel liegt nicht direkt da, wo die Hauptzimmer sind, sondern man muss aus dem Hostel raus, eine Treppe hoch und da liegt das dann. Da Tabea gestern Geburtstag hatte, haben wir uns abends hier unten aufehalten, auf Raphael gewartet, der noch oben geduscht hat und ueberlegt was wir noch machen wollen. Nach dem Raphael runtergekommen ist, waren wir noch ca. 30min hier unten und sind dann hoch ins Zimmer. Schon im Flur haben wir gesehen, dass die Tuere offen war....

...jemand hatte das Schloss der Tuere geknackt und Laptop und Kamera von Caro und mir geklaut! Von den anderen ist nichts weggekommen (denen ihr Laptop ist ja schon auf dem Flug kaputt gegangen). Tja, jetzt haben wir auch mal das Polizeirevier von Granada gesehen. Ich glaub zwar nicht, dass die Polizei irgendwas machen kann, aber es hat einen beruhigt, dass wenigstens irgendwas gemacht wurde!

Ja, das ist der neuste Stand hier. Heute mittag fahren wir dann nach Managua und morgen frueh fahren Caro und ich nach Costa Rica. Endlich!

Gruss Anni
PS.: Jetzt wirds wohl nicht mehr so oft Blogeintraege oder Bilder geben...

Dienstag, 6. September 2011

Adios Estelí

Mein schönes Zimmer (extra noch aufgeräumt!)

Luxuszimmer mit eigenem Bad und Spiegeln!

Ich, Tabea und Jenny

ne kleine Spinne

Salto de Estanzuela (oder so ähnlich), man beachte die Menschen oben drauf!(36m hoch)
Man glaubt es kaum, aber heute ist der letzte Tag hier in Estelí. 3 Wochen mehr oder weniger erflogreicher Sprachkurs sind jetzt vorbei und morgen geht's ab nach Granada! Auch wenn wir hier wirklich 3 super schöne Wochen hatten und wir zu einer lustigen Gruppe "zusammengewachsen" sind, freue ich mich jetzt riesig auf Granada und dann endlich auf Costa Rica!
Gestern ist dann eingetroffen, was früher oder später kommen MUSSTE (ich bins ja schon fast gewöhnt): nachdem ich schon 3 Tage ziemlich Bauchweh und immer wieder Kopfweh hatte, hab ich gestern dann auch noch Fieber dazu bekommen...heute morgen war ich noch ziemlich schlapp, aber jetzt fühl ich mich eigentlich wieder fit. Fieber habe ich auch nicht mehr! Also kein Grund zur Sorge!:)


Heute Abend werden wir nochmal alle zusammen was trinken gehen und morgen werden wir dann (voraussichtlich) um 8Uhr den Bus nach Managua nehmen. Von Managua gehts dann weiter nach Granada!

Der nächste Blogeintrag wird dann endlich aus Costa Rica erfolgen :)

Viele liebe Grüße!

Mittwoch, 31. August 2011

Aus dem Alltag hier


Am Sonntag hatten wir eigentlich vor zu einem nahegelegenen Wasserfall zu fahren bzw. laufen und dort den Tag zu verbringen. Doch da wir Samstagabend aus waren, schliefen die meisten von uns ziemlich lange aus, so dass es sich nicht mehr lohnte, dort hinzufahren...Da ich schon öfters gefragt wurde, was wir hier abends so machen, werde ich dieses Rätsel nun einmal lösen ;-)
Meistens treffen wir uns, um einfach nur in einer Bar zu chillen, Cocktails, Milkshakes, leckere Säfte oder Bier zu trinken. Wir, das sind Jenny, Caro, Raphael, Tabea und ich vom FöF (Badische Landeskirche) und 9 andere deutsche (2 Jungen und 7 Mädchen) von der Organisation „Eirene“, die hier auch gerade Sprachkurs haben und anschließend auch ein Soziales Jahr (alle in Nicaragua) machen werden. Am Samstagabend waren wir in einer Disco hier in Estelí. Die sind hier zwar teilweise ähnlich zu deutschen Discos (auch hier tanzt man und trinkt Alkohol ;D), aber dennoch sehr anders. Beispielsweise gehen hier die Leute schon ab 21Uhr hin, man tanzt fast nur in Paaren (nicht so wie in Deutschland, wo man oft in einer Gruppe tanzt), es wird sehr viel Salsa getanzt und die Altersspanne der Discobesuchern war sehr weit gefächert (Jugendlich bis ca. 40,50 Jahre).
Es war auf jeden Fall ein sehr lustiger Abend!

Ja, am Sonntag sind wir dann zu dem nahegelegenen Restaurant „La Casita“ gelaufen, das so eine Art Öko-Restaurant ist. Es ist total schön angelegt und wir haben VOLLKORNBROT mit Schweizer Käse gegessen!! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie arg wir uns darauf gefreut haben und wie lecker das geschmeckt hat! Ja, mittlerweile weiß ich das deutsche Essen wirklich zu schätzen. Gutes Brot, oder wenigstens getoastetes Toast, Nudeln, nicht-frittiertes Essen, ja sogar frisches Gemüse vermisse ich jetzt schon. Wer hätte das gedacht, dass ich mal Mamas fein zubereitete Auberginen und Zucchini vermissen werde? (Mama, du bist echt die beste Köchin :) )

Der Unterricht ist mittlerweile ein bisschen besser geworden, auch wenn die Lehrerin offensichtlich nicht so recht weiß, was sie mit mir reden soll...
Jetzt sind wir nur noch eine Woche hier in Estelí. Nächsten Mittwoch werden wir fünf nach Granada fahren und Samstags geht’s dann voraussichtlich nach Costa Rica!! :-)

Viele liebe Grüße, Anni

PS: dieser Blogeintrag ist dem lieben Stefan gewidmet ;)

Freitag, 26. August 2011

Día de las Personas con discapacidad

Gestern war in Etelí Tag der Menschen mit Behinderung

Am Tag davor wurden Hüte gebastelt und Trommeln mit denen wir dann an dem Umzug Teilgenommen haben

Nach dem Umzug trafen sich alle Leute in einer Sporthalle wo Reden gehalten wurden
Treffpunkt für den Umzug war um 8Uhr. Wir kamen um 8:15Uhr an und dachten schon, dass die jetzt bestimmt schon alle losgelaufen sind. Niiiiiicht...es waren noch kaum Leute da. erst um ca. 10Uhr ging der Umzug letztendlich los. Typisch Nicaragua! Wenn eine Uhrzeit ausgemacht ist, reicht es wenn man 15-60min später kommt!
Leider sind sogar die Lehrerinnen total verpeilt! Bisher hatte ich genau 3mal Unterricht und wenn während dem Unterricht rennt meine Lehrerin mehrfach einfach mal raus. Ich glaube die haben nicht wirklich Lust auf den Unterricht...langsam nervt mich das echt! Ich bin ja schließlich hier um Spanscih zu lernen, nicht um zu chillen! Ein bisschen vermisse ich die deutsche Pünktlichkeit!

Mittwoch, 24. August 2011

Miraflor

Hallo ihr lieben,
ich sitze hier gerade in Estelí in einem Internetcafe, trinke einen Frappe Caramelo und auf der Straße gehts total ab: Seit ca. einer halben Stunden ziehen hier tausende von Studenten wie bei einem Faschingsumzug die Straße entlang. Da die Musik sehr laut ist, ist es schwer mich auf den Blogeintrag zu konzentrieren, ich werde es aber trotzdem versuchen. Der Umzug scheint für den Präsidenten von Nicaragua zu sein. Bald sind hier auch Wahlen, ich denke das hängt damit zusammen...

Jetzt aber zu mir, gestern hatten wir mal wieder kein Unterricht, stattdessen haben wir uns um 5Uhr morgens getroffen(um 4Uhr musste ich aufstehen!), um dann mit dem Bus, nach Miraflor zu fahren, das ist ein Nationalpark in der Nähe von Estelí. Ich bin leider schon um 2:30Uhr aufgewacht, da ein Nachbarhund penetrant gebellt hat. Also ich dann auf mein Handy geschaut hab, hab ich gemerkt dass der Akku leer hatte, vor lauter Angst, dass ich den Treffpunkt verschlafe, konnte ich gar nicht mehr schlafen, nur dösen...war also ein sehr langer Tag für mich! In Miraflor war es dann aber zum Glück sehr schön. Wir sind zu einem Wasserfall gewandert und haben dort gebadet und ein paar Stunden in der Sonne gechillt.
Um 16Uhr sind wir dann wieder auf der holprigen Straße heimgefahren (in Deutschland würde man das nicht mal Straße nennen! Erstaunlich, dass da überhaupt ein Bus fahren kann).

Heute morgen hatte ich dann wieder "Sprachkurs", wir haben uns in einem Restaurant getroffen und haben über die Kirche in Deutschland geredet, wovon ich aber nur die hälfte verstanden habe. Caro und Mia, mit denen ich Unterricht hatte, können einfach schon viel, viel besser Spanisch als ich. Jetzt habe ich meiner Lehrerin gesagt, dass mir der Unterricht nichts bringt und ab morgen habe ich dann Einzelunterricht! Ich hoffe, dass ich dann mehr lerne endlich mal! Auch wenn der Unterricht ziemlich unnötig ist, merke ich, dass ich mich schon etwas besser verständigen kann.
Heute morgen gab es eine kleine Aufregung bei Caro. Ihr wurden aus ihrem Zimmer 50€ geklaut und bei ihrer Mitbewohnerin wurde im Gepäck rumgekruschtelt...jetzt mussten/durften sie die Gastfamilie wechseln. War ziemlich krass, da die Gastmutter total geschockt war und sogar total geweint hat. Wir gehen davon aus, dass sie gar nichts davon wusste, sonder vielleicht der Sohn das Geld genommen hat. War eine ziemlich blöde Situation für alle beteiligten...

Bei mir in der Familie ist aber alles bestens, sie sind immer noch totaaaal lieb. Gestern hat sie mir sogar die Wäsche gewaschen und gebügelt! Was für ein Luxus! :-)


Montag, 22. August 2011

Wochenendtrip nach León

Der Vulkan Zero Negro

Wunderschöne Aussicht

Am Pazifik

Nachdem wir nun schon ganze 3 Tage „anstrengenden“ Sprachunterricht hatten (Mittwoch: Shoppingtour durch Estelí; Donnerstag: Ausflug zum nahe gelegenen Nationalpark Tisey; Freitag: endlich mal 4h Unterricht), erholten wir uns am Wochenende auf einem Trip in die schöne Stadt León. Nach dem Unterricht am Freitag fuhren wir mit einem der uralten Amibusse nach León. Da es die ganze Zeit stark regnete, war die Fahrt teilweise sehr abenteuerlich...zum Beispiel blieb der Bus einmal im Matsch stecken und rutschte beunruhigend hin und her (ein paar Meter daneben ging es steil bergab). In der Stadt angekommen mussten wir uns erst einmal um eine Unterkunft für die nächsten 2 Nächte kümmern. Nach dem fünften Telefonat fanden wir endlich ein Hostel das noch 5 Betten frei hatte, allerdings in einem Massenlager. Auf das Schlimmste gefasst fuhren wir zum Hostel....und konnten kaum unsern Augen trauen: für nur 7 Dollar/Nacht bekamen wir ein Luxushostel mit Pool, Internet, Kaffee und Tee inklusive! Besser hätte man sich es echt nicht vorstellen können! :-)

Da uns schon jetzt das Nationalgericht Gallo Pinto (Reis und Bohnen zu jeder Mahlzeit!) zum Hals raushängt, gönnten wir uns als Abendessen eine leckere Pizza! Samstag Morgen haben wir uns dann das schöne Städtchen angeschaut. Es ist zwar sehr touristisch, aber trotzdem sehr schön, da es hier sogar richtige Häuser gibt, mit richtigem Dach und so! (In Estelí haben die Häuser Wellblechdächer) Das einzige was uns gestört hat, war die Hitze! Schon morgens um 7 Uhr hat es gefühlte 40Grad. Um 14Uhr gings dann auf zum Highlight des Wochenendes: Sandboarding auf dem Vulkan Zero Negro! Schon der ca. einstündige Aufstieg war lohnenswert, da man eine super Aussicht auf die wunderschöne Landschaft hat! Oben angekommen wurden erst einmal viiiiele Fotos gemacht, bis unser Führer etwas genervt uns dazu drängte unsere Schutzkleidung anzuziehen. Und damit fing der Spaß schon an: immer mehr schaulustige Nicas (Nicaraguaner) sammelten sich um uns herum, um uns in unserer sehr lustig aussehenden Kleidung auszulachen. Begleitet von ca. 50 Schaulustigen näherten wir uns dann dem steilen Abhang(man fühlt sich da wie ein Tier im Zoo!). Die Abfahrt ging dann ziemlich schnell, keine Ahnung wie schnell wir waren, jedenfalls seeeehr schnell, so dass uns unten angekommen in jeder Ritze und Löchern (vorallem Nase und Ohren) schwarzer Sand hing und die Kleidung ziemlich zerissen war!

Am Sonntag fuhren wir dann mit dem Bus ans Pazifische Meer. Auch hier war die Busfahrt sehr abenteuerlich, da der Bus so vollgestopft war, dass man sich gar nicht mehr bewegen, nicht einmal einen Arm heben konnte. Der Strand war dann so heiß, dass man nicht darauf stehen konnte ohne Brandblasen zu bekommen und schwimmen konnte man auch nicht richtig. Nur bis zu den Knien rein, da der Sog einfach viel zu stark war und die Wellen sehr hoch! Auch wenn wir alle sonnengerötet und erschöpft (Sonnenstich?) waren, hat es sich gelohnt an den Strand zu fahren.
Das ganze Wochenende war wunderschön und erlebnisreich. So könnte es jedes Wochenende sein ;-)

Zwar ist es mit meiner Verdauung schlechter geworden, aber mein Spanisch wird mit jedem Tag besser. Endlich verstehe ich wenigstens ein bisschen was meine Gastmutter mir sagen will!
Komisch, dass ich erst seit einer Woche von daheim weg bin, mir kommt es schon wie eine halbe Ewigkeit vor.


Mittwoch, 17. August 2011

Nicaragua

Hallo zusammen!
Gestern bin ich endlich bei der ersten Station meiner Reise angekommen: Estelí in Nicaragua.
Beim Hinflug hat alles super geklappt. Die 10 Stunden Flug nach Miami gingen recht schnell rum obwohl ich kein bisschen schlafen konnte. Aber beim zweiten Teil des Flugs (Miami-Managua) konnte ich dann doch ein bisschen schlafen, auch wenn der Flug nur ca. 2 Stunden dauerte.
Am Flughafen in Managua sollte uns eigentlich eine Frau aus Nicaragua abholen doch stattdessen warteten nur Christian und Kevin, die beiden Freiwilligen die gerade fuer 1 Jahr in Nicaragua waren auf uns. Es stellte sich dann raus, dass die Frau nicht gekommen ist, weil es geregnet hat... typisch Nicas ;)
Zusammen sind wir dann -nach einer sehr abenteuerlichen Taxifahrt- in ein Hostel, wo wir 2 Naechte uebernachtet haben. Nachdem wir dann schon ca. 26h wach waren, sind wir um 21Uhr ins Bett. Am Montag haben wir nicht all zu viel gemacht da Managua eine ziemlich haessliche Stadt ist und es kein richtiges Zentrum gibt oder irgendwelche Sehenswuerdigkeiten.
Fuer uns (wir = Raphael, Tabea, Jenny, Carolin und ich) war es eine grosse Erleichterung, dass wir die ersten 2 Tage in Begleitung von Kevin und Christian waren, da es mit dem Spanisch doch etwas schwierig ist.

Nachdem wir uns Dienstag Morgen von den beiden verabschiedet hatten, sind wir mit einem uralten Ami-Schulbus auf einer ca. 3,5stuendigen Fahrt nach Estelí gefahren wo wir die naehsten 3 Wochen Sprachkurs haben werden. Dort angekommen wurden wir gleich in Gastfamilien verteilt. Fuer mich war das ziemlich aufregend, da ich so gut wie noch gar kein Spanisch kann. Ich bin die einzige von uns, die ganz alleine in einer Gastfamilie ist (bei den anderen ist jeweils noch eine andere Deutsche in der Familie). Auch wenn es momentan noch sehr schwer ist mich mit der Gastmutter zu verstaendigen, bin ich doch froh, dass ich alleine bin, denn so kann ich mich nicht ums reden druecken und werde es wohl (hoffentlich) schnell lernen. Gestern habe ich so gut wie gar nichts verstanden, da die Nicaraguaner ziemlich undeutlich sprechen. Aber schon heute habe ich (ganz stolz) gemerkt, dass ich doch ein bisschen was verstehe. Ich bin echt froh, dass ich noch den Kurs in Deutschland gemacht habe!
Heute hatten wir dann auch gleich das erste mal "Spanischunterricht". Zuerst mussten wir einen kleinen Test schreiben, damit sie sehen wie viel wir schon koennen (ich hatte ganze 5 von 16 Punkten!!), anschliessend wurden wir den Lehrern zugeteilt. Ich werde mit Carolin zusammen unterricht haben. Der Rest vom Kurs war ziemlich enttaeuschend und etwas frustrierend fuer mich. Zusammen mit noch anderen Deutschen (hier sind noch jede Menge andere!) sind wir uns Zentrum gefahren, wo die Lehrerinen uns etwas rumgefuehrt haben. Leider haben sie fast nichts mit uns geredet und wenn, dann eigentlich nur mit denjenigen die schon Spanisch sprechen koennen. Wenn sie mir etwas sagen wollten, haben sie gleich den anderen gesagt, dass sie es mir uebersetzten sollen....na super...so lern ich das ja nie :(
Morgen ist irgendwie auch kein richtiger Unterricht, da wir in einen Nationalpark fahren werden...
Ich glaub ich muss mich selbst an mein Grammatikbuch setzten und lernen!

Trotzdem bin ich guter Dinge, dass das mit dem Spanischsprechen irgendwann klappen wird. Meine Gastfamilie ist total nett und geduldig, auch wenn sie mir die einfachsten Sachen ungefaehr 10 mal erklaeren muessen. In der Familie gibt es nur die Mutter, die Grossmutter und eine 17jaerige Tochter, die zum Glueck etwas Englisch kann.

Das Wetter in Managua war sehr, sehr schwuel und heiss. Da Estelí in den Bergen gelegen ist, ist es hier etwas angenehmer. Ich hatte daheim schon viele Geschichten ueber die Maenner in Nicaragua gehoert und ich muss sagen...es ist noch viel schlimmer als ich dachte: staendig pfeiffen, rufen, winken, zwinkern oder hupen einem die Maenner hinterher! Im Moment ist das noch sehr amuesant...aber wenn das so ein Jahr lang geht......

Noch kurz zum Essen: In Managua dachte ich, oh je, ein Jahr halte ich das nicht aus! Doch hier in der Gastfamilie schmeckt es total lecker! An den Reis, den es hier zu jeder Mahlzeit gibt habe ich mich schon fast gewoehnt und auch die Bohnen schmecken eigentlich ganz gut.

Freue mich auf viele Kommentare und Mails von euch!
Viele Gruesse aus dem warem Nicaragua :-)

PS.: Mit der Verdauung ist auch noch alles in Ordnung ;-)

Donnerstag, 30. Juni 2011

Die Reise rückt näher...

Hallo zusammen,
nur noch 6 Wochen bis es nach Costa Rica losgeht!
Letzte Woche, von Mittwoch bis Sonntag, hatten wir von der Badischen Landeskirche ein Vorbereitungsseminar in Neckarzimmern. Es war sehr schön, die anderen Freiwilligen wiederzusehen und sie besser kennen zu lernen. Die 5 Tage waren sehr lustig und informativ.

Jetzt langsam wird mir erst bewusst, dass ich schon bald für ein Jahr ganz weit weg sein werde....
Aber ich freue mich schon riesig darauf und kann es eigentlich kaum erwarten bis es losgeht!
Wie schon geschrieben, werde ich am 14. August fliegen. Die ersten drei Wochen werde ich dann in Nicaragua sein und dort einen Intensiv-Sprachkurs haben (denn bisher kann ich ja noch nicht all zu viel Spanisch). Erst danach geht es nach Costa Rica und zu meiner Einsatzstelle: dem Behindertenheim Manos Abiertas!

Ich freue mich schon, euch auf meinem Blog von meinem Aufenthalt zu berichten!

Sonntag, 1. Mai 2011

Herzlich Willkommen

Endlich! Das Abflugsdatum steht fest:
 Am Sonntag, den 14.8. werde ich um 9:55Uhr in Richtung Costa Rica abfliegen!